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dolce vita

Vorhang auf. Das ist DI SCIASCIO

  • 1. Jan.
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

Eine Familie, eine Überzeugung, fünf Jahrzehnte italienischer Exzellenz und eine Geschichte, die gerade erst beginnt, erzählt zu werden. Ein Name aus dem Kernland des Römischen Reiches. Eine Familie, die das Mittelmeer durchquerte. Eine Marke, die heute in Frankfurt und Darmstadt lebt.


DI SCIASCIO Restaurant · Römische Bögen · Olivenbäume · Candlelight · Fine Dining Darmstadt Frankfurt · Made in Italy
© Mario Di Sciascio · DI SCIASCIO®

Guardiagrele. Provinz Chieti. Abruzzen. Wer diesen Namen nicht kennt, kennt trotzdem das Land, denn es ist jenes Italien, das keine Postkarte zeigt und kein Reiseführer beschreibt, weil es zu alt ist, um erklärt zu werden, und zu stolz, um sich zu bewerben. Der Dichter Gabriele d'Annunzio nannte Guardiagrele die Terrasse der Abruzzen.¹ Die Berge der Abruzzen fallen steil zum Meer ab, die Dörfer stehen seit Jahrhunderten auf denselben Felsen, und die Kirchenbücher von Guardiagrele belegen die Familie Di Sciascio seit dem frühen neunzehnten Jahrhundert in dokumentierten Einträgen.² Die Stammlinie reicht weiter zurück, als Papier sie fassen kann.

Neunundachtzig Prozent aller Menschen, die weltweit heute den Namen Di Sciascio tragen, leben in Italien. Achtundachtzig Prozent davon in den Abruzzen. Weitere sechs Prozent in Lazio - dem Land, dessen Hauptstadt Rom ist.³ Das ist keine statistische Randnotiz. Das ist eine Ortsangabe. Eine Herkunft. Ein Beweis. Denn was heute Abruzzen und Lazio heißt, war einmal das Kernland des Römischen Reiches. Guardiagrele selbst war seit der Vorgeschichte besiedelt - archäologische Funde nahe Comino belegen menschliche Anwesenheit seit prähistorischer Zeit. Das Gebiet gehörte während der Römerzeit zum Römischen Reich, was Kultur und Infrastruktur der Region maßgeblich prägte.⁴

Die Samniten, das Urvolk dieser Berge, galten den römischen Legionen als die härtesten Gegner, denen sie je auf italischem Boden begegnet waren. Drei Kriege führte Rom gegen sie - zwischen 343 und 290 vor Christus⁵ - drei Kriege dauerte es, bis aus Feinden Mitbürger wurden und aus Mitbürgern Römer. Als dieser Prozess vollzogen war, waren die Abruzzen kein Randgebiet des Imperiums mehr. Sie waren sein Rückgrat. Ihre Männer dienten in den Legionen. Ihre Familien trugen römische Namen. Ihre Dörfer lagen an Straßen, die Rom mit der Welt verband. Viele der Familiennamen, die heute noch in Lazio und den Abruzzen konzentriert sind, gehen nachweislich auf antike römische Gentes zurück - die geografische Kontinuität ist kein Zufall, sie ist Bestand.⁶ In diesem Erbe, in dieser Erde, in dieser Mischung aus Bergsinn und Handelssinn, wurzelt die Familie Di Sciascio.

Und dann kam das Meer. Wer aus den Abruzzen stammte und die Welt sehen wollte, musste die Küste kennen. Die Adria war die Tür nach Osten. Von dort führten die Handelswege weiter, nach Venedig, nach Dalmatien, in die Levante, und schließlich in das Herz des mittelalterlichen Mittelmeers: nach Sizilien. Palermo, die arabisch-normannische Weltstadt des zwölften Jahrhunderts, war der Knotenpunkt aller Wege zwischen Europa, Afrika und dem Orient.⁷ Auf der wichtigsten Seeroute zwischen Sevilla und Alexandria wurde Palermo zum unvermeidlichen Treffpunkt christlicher und muslimischer Händler - zum Ort, an dem Kulturen nicht kollidierten, sondern verhandelten.⁸ Die arabisch-normannische Kultur Siziliens ist seit 2015 UNESCO-Weltkulturerbe.⁹ Der Name Di Sciascio trägt die Spuren dieser Welt in sich. Sprachwissenschaftler und Heraldiker führen den Ursprung des Namens Sciascia auf das mittelalterliche Hebräisch zurück, wo "Shosha" entstanden aus dem biblischen Namen Shoshannah - Lilie bedeutet.¹⁰ Das Wort שׁוֹשָׁן, ausgesprochen Shushan, bezeichnet im Hebräischen die Lilie und ist sowohl im Buch Daniel als auch im Hohenlied Salomons belegt.¹¹ Ergänzend führen einige Quellen ein arabisches Verwandtwort an, das das Verbinden und Vermitteln zwischen Welten beschreibt - semantisch verwandt mit dem hebräischen Ursprung.¹² Beide Deutungen zeichnen dasselbe Bild: ein Mensch an der Kreuzung von Kulturen, der das Schönste von einer Welt in die andere trägt. Überlieferungen beschreiben einen Händler von Rang. Einen Mann, der nicht auf einem einzigen Markt stand, sondern zwischen ihnen reiste. Einen Mann, der Italien liebte, leibte und lobte, es bescheren wollte mit seltenen Mitteln. Der seltene Stoffe bewegte, exotische Früchte, handgefertigte Waren, Gewürze, die in Nordeuropa keinen Namen hatten, Tiere, die man nur aus Erzählungen kannte. Einen Mann, der so erfolgreich vermittelte zwischen Kulturen, dass sein Name bald den Rang eines Adelstitels trug. Vier Prinzipien begleiteten diesen Mann auf jeder Überfahrt:

Mut. In einer Zeit ohne Seekarten und ohne Versicherung war jede Fahrt eine Entscheidung gegen die Wahrscheinlichkeit und für die Überzeugung.

Charme. Die Fähigkeit, in Arabisch und Griechisch, in Latein und im Dialekt der Normannen gleichzeitig zu überzeugen, war keine gesellschaftliche Tugend. Sie war das einzige Kapital, das keine Wellen gefährden konnten.

Geschmack. Nicht jeder Händler transportierte das Außerordentliche. Die meisten transportierten das Notwendige. Dieser Mann wählte das Schönste, das Seltenste, das Unverwechselbarste.

Liebe. Die Überzeugung, dass Reichtum nur dann Bestand hat, wenn er andere bereichert. Dass ein Tisch, an dem man alleine sitzt, kein Fest ist, sondern eine Niederlage.

Diese vier Wörter sind kein Leitbild. Sie sind ein Erbgut. Sie wurden nie aufgeschrieben, weil man Dinge, die man wirklich lebt, nicht aufschreiben muss. Doch die Kriege des zwanzigsten Jahrhunderts verwischten viele Spuren. Was blieb, war der Name. In den Nachkriegsjahren Roms arbeitete die Familie Di Sciascio mit Filo di Scozia und italienischer Seide, in einer Schneiderei, deren Präzision in Kreisen der damaligen Handwerkskunst als Maßstab galt. Der Stoff hatte sich verändert. Die Haltung nicht. 1972 öffnete die Familie in Darmstadt. Einhundertachtzig Quadratmeter. Einen Herd. Und denselben Anspruch, mit dem der Vorfahre einst die Schiffe belud: dass jede Ware, die diese Hände berühren, die beste sein muss, die möglich ist.

Was seitdem entstanden ist, trägt alle Merkmale einer Dynastiegeschichte - ohne deren Schwerfälligkeit. Dott. Attilio Di Sciascio, zweifach promovierter Lebensmitteltechnologe, lehrt an der Università degli Studi del Molise¹³ und berät Industriepartner in Hongkong, Dubai und São Paulo. Als leitender Technologe bei Molino Candelori¹⁴ entwickelte er Rezepturen für Großbetriebe auf vier Kontinenten. Sein wissenschaftliches Fundament fließt direkt in jede Küche und in die Unternehmensführung der Gruppe. Gianni Di Sciascio hat über vier Jahrzehnte Institutionen geprägt und wurde 2024 als bester Ausbilder der Region ausgezeichnet.¹⁵ Die Deutsche Bahn vertraute der Familie den historischen Fürstenbahnhof in Darmstadt an.¹⁶ Campari und illy wählten DI SCIASCIO als Lizenzpartner nach strengen internationalen Prüfprozessen.¹⁷ Stammgäste von Merck, COTY, ESA/ESOC und weiteren Institutionen reservieren ein Jahr im Voraus. Weine entstehen auf Gütern in der Toskana, persönlich bewirtschaftet. Ein Parfum war ausverkauft, bevor es offiziell erschien. Textilien werden in Italien gefertigt, mit denselben Maßstäben wie einst im Atelier nahe Rom. Und Mario Di Sciascio II. sowie Fernando Di Sciascio tragen die Koordinaten der Zukunft bereits in sich: "Kosmos"-polit.

Der Mann vom Meer ist nie wirklich gegangen. Er hat nur die Ware gewechselt. IL GIORNALE ist das Magazin dieser Geschichte. Nicht Nostalgie, sondern lebendige Chronik. Für alle, die verstehen wollen, woher eine Marke kommt, die so klingt, als habe sie schon immer existiert. Und die, wenn man die Quellen prüft, tatsächlich schon immer existiert hat.

Willkommen in der Casa delle Storie.

Mario Di Sciascio DI SCIASCIO® Strategic Communication *QUELLENNACHWEIS ¹ Italia.it / Regione Abruzzo Turismo: Guardiagrele — la terrazza d'Abruzzo. Offizielle Tourismusbehörde der Region Abruzzo. abruzzoturismo.it

² ItalyHeritage.com: Di Sciascio Families from Guardiagrele, Province of Chieti. Dokumentierte Kirchenbucheinträge ab frühes 19. Jahrhundert. italyheritage.com/genealogy/records/abruzzo/province-chieti/guardiagrele/families/di-sciascio.htm

³ Forebears.io: Di Sciascio Surname Distribution. Weltweite Namensstatistik, Echtzeit-Datenbank mit über 4 Milliarden Einträgen. forebears.io/surnames/di_sciascio

⁴ FamilySearch / The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints: Guardiagrele, Chieti, Abruzzo, Italy Genealogy. Dokumentierte Besiedlungsgeschichte seit prähistorischer Zeit, Römerzeit bestätigt. familysearch.org

⁵ Samnitenkriege 343–290 v. Chr.: Drei Kriege zwischen Rom und den Samniten. Hauptquelle: Titus Livius, Ab urbe condita. Wissenschaftliche Aufarbeitung: Klaus Bringmann, Geschichte der Römischen Republik, C.H. Beck, München 2002, ISBN 978-3-406-49292-1. de.wikipedia.org/wiki/Samnitenkriege

⁶ Eupedia Forum: Italian surnames inherited from ancient Romans. Wissenschaftliche Diskussion der geografischen Kontinuität von Familiennamen in Lazio und den Abruzzen. eupedia.com — Heraldry Institute, Rom: Etymologische Dokumentation des Namens Sciascia. heraldrysinstitute.com

MerchantMachine.co.uk / BrilliantMaps.com: Medieval Trade Routes — Palermo as key meeting point between Christian and Muslim traders on the Seville–Alexandria route. Historisch belegte Handelskarte des 11./12. Jahrhunderts. merchantmachine.co.uk/medieval-trade-routes

⁸ Ebd. sowie: TheCollector.com: Why Was Sicily Known as the Crossroads of the Mediterranean? thecollector.com

⁹ UNESCO World Heritage Centre: Arab-Norman Palermo and the Cathedral Churches of Cefalù and Monreale. Eingetragen 2015, Welterbe-Liste Nr. 1487. whc.unesco.org/en/list/1487

¹⁰ Heraldry Institute, Rom: Etymologie des Namens Sciascia — mittelhebräisch-arabischer Ursprung, Variante von Shosha/Shoshannah. heraldrysinstitute.com/lang/en/origine/idc/Sciascia

¹¹ Abarim Publications Biblical Dictionary: Shoshannah — from the noun שׁוֹשָׁן (shushan), lily. Alttestamentarische Belegstellen: Hoheslied 2:1, Buch Daniel Kapitel 13. abarim-publications.com — BibleHub Strong's Hebrew Nr. 7799: שׁוֹשָׁן. biblehub.com/hebrew/7799.htm

¹² Balashon Hebrew Language Detective: Shoshana — related to Aramaic, Arabic sausan, Akkadian sheshanu. Etymologische Verbindung zwischen hebräischem und arabischem Sprachraum dokumentiert. balashon.com

¹³ Università degli Studi del Molise, Fakultät für Agrar- und Lebensmittelwissenschaften. uniroma1.it

¹⁴ Molino Candelori: Internationaler Mehltechnologie-Konzern, aktive Kooperationspartner in Italien, Hongkong, Russland, VAE, USA, Brasilien. molinocandelori.it

¹⁵ IHK Darmstadt: Auszeichnung als herausragender Ausbildungsbetrieb 2024, DI SCIASCIO Gastronomiegruppe. ihk.de/darmstadt

¹⁶ Deutsche Bahn AG / DB Station&Service: KARLSON am Fürstenbahnhof, Am Fürstenbahnhof 3–4, 64293 Darmstadt. bahnhof.de

¹⁷ illy caffè: Espressamente illy Franchise-Programm, Partnerschaftsdokumentation. illy.com — Campari Group: Lizenz- und Kooperationspartner, offizielle Unternehmensseite. camparigroup.com

*Der Name Di Sciascio ist zu 88% in den Abruzzen und zu 6% in Lazio konzentriert, dokumentiert durch Forebears, weltweite Namensstatistik. Kirchenbücher aus Guardiagrele, Provinz Chieti, belegen Di Sciascio-Familieneinträge bis ins frühe 19. Jahrhundert, archiviert durch ItalyHeritage. Die Verbindung zentralitalienischer Familiennamen mit antiken römischen Gentes ist dokumentiert durch Eupedia und das Heraldry Institute, Rom. Die Etymologie des Namens Sciascia, hebräisch-arabischer Ursprung, ist belegt durch das Heraldry Institute, Rom. Die Handelsbedeutung Palermos als mediterrane Kreuzung ist historisch vielfach dokumentiert, unter anderem durch die UNESCO-Anerkennung der arabisch-normannischen Kultur Siziliens als Weltkulturerbe.

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